Beginne beim Konto, auf dem das Geld ankommen soll
Öffne in der Wallet oder im Börsenkonto den Bereich Empfangen oder Einzahlen. Wähle dort Kryptowährung und Netzwerk aus. Der Absender braucht genau diese Empfangsdaten. In seiner App nur eine gleichnamige Kryptowährung auszuwählen, reicht nicht.
Dieselbe Kryptowährung, verschiedene Netzwerke
Beispiel: Der Empfänger hat dir Einzahlungsdaten für USDC auf Ethereum gegeben. Vergleiche sie mit dem Netzwerk, das du zum Senden auswählst.
Der Empfänger erwartetKryptowährung: USDC, Netzwerk: Ethereum
Du sendest
Kryptowährung USDC
Ein Netzwerk im Sendemenü muss vom Empfänger nicht unterstützt werden.
Manche Dienste verlangen zusätzlich zur Adresse ein Memo oder einen Destination Tag. Damit ordnen sie die Einzahlung dem richtigen Kunden zu. Bei XRP können zum Beispiel mehrere Börsenkunden dieselbe Einzahlungsadresse, aber unterschiedliche Tags haben. Verlangt der Empfänger diese Angabe, kopiere sie ebenfalls. Beachte auch die Mindesteinzahlung.
Nutze die aktuellen Empfangsdaten aus der offiziellen App oder Website. Zahlst du an eine andere Person, lass dir Netzwerk und Adresse über einen vertrauenswürdigen Kontaktweg bestätigen. Ein QR-Code überträgt die Angaben; er prüft sie nicht.
Vergleiche die Angaben vor dem Bestätigen
Bevor du die Zahlung freigibst, vergleiche die vollständige Adresse im Sendeformular mit den aktuellen Empfangsdaten. Prüfe die übrigen Angaben anhand der Checkliste unten. Ist für die Überweisung eine Freigabe auf der Hardware-Wallet nötig, prüfe dort nach der Anleitung für dein Modell auch die angezeigten Angaben. Kontrolliere die vollständige Adresse und die Gebühren weiterhin in der App; das Gerät zeigt möglicherweise nicht alle Angaben. Deine Freigabe ist noch keine Bestätigung durch das Netzwerk.
Vor dem Bestätigen
- Vollständige Empfängeradresse
- Vergleiche die ins Sendeformular eingefügte Adresse mit der geprüften Empfangsadresse. Jedes Zeichen muss übereinstimmen, nicht nur Anfang und Ende.
- Betrag und Kryptowährung
- Lies den Betrag in der Kryptowährung, nicht nur den geschätzten Euro- oder Dollarwert. Prüfe, was beim Empfänger ankommen soll.
- Gebühren und gesamte Abbuchung
- Berücksichtige Netzwerk- und Auszahlungsgebühren. Prüfe, ob die Gebühr zusätzlich abgebucht oder vom gesendeten Betrag abgezogen wird.
- Memo oder Tag, falls erforderlich
- Übernimm den Zusatz genau aus den Einzahlungshinweisen des Empfangskontos. Erfinde keinen, wenn keiner verlangt wird.
Empfängst du auf deiner eigenen Hardware-Wallet, vergleiche die Empfangsadresse in der App mit der Adresse auf dem Gerät, sofern dein Modell diese Prüfung unterstützt. Gib anschließend die geprüfte Adresse weiter. Für eine Einzahlung bei einer Börse holst du die Empfangsdaten aus deinem Konto auf der offiziellen Website oder in der offiziellen App. Vergleiche kopierte Adressen sorgfältig: Schadsoftware kann sie ersetzen, und im Transaktionsverlauf können ähnlich aussehende Adressen stehen, die Angreifer dort platziert haben.
Bei einer Wallet ohne Display zeigt dir die App die Zahlung. Damit prüfst du sie aber nicht unabhängig auf dem Gerät. Verstehst du eine Anfrage nicht, brich ab und kläre, was du damit freigeben würdest. Blind Signing heißt, Transaktionsdaten zu bestätigen, ohne dass die Wallet deren Inhalt verständlich aufschlüsseln kann. Sollst du einer App erlauben, deine Token auszugeben, geht es um eine gesonderte Berechtigung, nicht um eine gewöhnliche Überweisung. Bestätige eine solche Anfrage nicht bloß, um eine Warnung zu überspringen.
Teste ein neues Ziel mit einem kleinen Betrag
Eine kleine Testüberweisung an ein neues Konto kann einen Fehler zeigen, bevor du den Rest sendest. Sie muss die Mindesteinzahlung erfüllen und nach den Gebühren noch sinnvoll sein. Warte, bis der Betrag dem vorgesehenen Konto gutgeschrieben wurde.
Ein erfolgreicher Test zeigt, dass diese Überweisung angekommen ist. Er beweist weder die Vertrauenswürdigkeit des Empfängers noch den Erfolg der nächsten Zahlung. Bevor du den Rest sendest, prüfe erneut das aktuelle Netzwerk, die vollständige Adresse, einen erforderlichen Zusatz wie den Tag, den Betrag und die Gebühren.
Gebühren und Zahlungsstatus verstehen
Die Netzwerkgebühr bezahlt die Verarbeitung der Transaktion. Eine Börse kann zusätzlich eine Auszahlungsgebühr erheben. Zum Senden von Token aus deiner eigenen Wallet brauchst du unter Umständen eine andere Kryptowährung für die Netzwerkgebühr: Wer USDC auf Ethereum sendet, bezahlt sie etwa in ETH. USDC allein reicht dann nicht aus.
Statusbezeichnungen und Dauer unterscheiden sich. Bearbeitung und Kontogutschrift durch einen Dienst betreffen Börsen oder andere Anbieter — nicht jede Überweisung zwischen Wallets.
Der Dienst bearbeitet die Auszahlung
Bei einer Börsenauszahlung muss der Dienst deine Anfrage möglicherweise noch bearbeiten oder freigeben. Eine Transaktion muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Netzwerk sein.
Im Netzwerk, noch nicht bestätigt
Die Transaktion wurde an das Netzwerk übermittelt, ist aber noch nicht bestätigt. „Ausstehend“ ist kein Nachweis einer abgeschlossenen Zahlung.
Im Netzwerk bestätigt
Das Netzwerk hat die Transaktion aufgenommen. Prüfe, ob sie erfolgreich war: Auch fehlgeschlagene Transaktionen können auf der Blockchain stehen. Ein empfangender Dienst kann vor der Gutschrift weitere Bestätigungen abwarten.
Beim empfangenden Dienst gutgeschrieben
Bei einer Einzahlung auf eine Börse oder einen ähnlichen Dienst prüfst du, ob der Betrag im richtigen Konto erscheint. Netzwerkbestätigung und Kontogutschrift sind getrennt zu prüfen.
Öffne die Transaktionsdetails in deiner Wallet oder bei der Börse. Gibt es dort einen Link zum Blockchain-Explorer, kannst du darüber die Überweisung im richtigen Netzwerk prüfen. Die Transaktions-ID bezeichnet die Transaktion auf der Blockchain; eine interne Auszahlungsnummer der Börse kann etwas anderes sein.
Sende nicht erneut, nur weil sich der Kontostand noch nicht geändert hat. Bearbeitet eine Börse die Auszahlung noch, öffne dort die Auszahlungsdetails. Wende dich an die Börse, wenn du die Auszahlung stoppen musst. Ist die Transaktion bereits im Netzwerk, aber noch nicht bestätigt, nutze die Anleitung deiner Wallet für diesen Vorgang. „Beschleunigen“ („Speed up“) soll die Zahlung schneller bestätigen lassen und bricht sie nicht ab. Bei manchen Wallets und Netzwerken kannst du versuchen, eine noch ausstehende Transaktion abzubrechen. Der Erfolg ist aber nicht garantiert. Eine erfolgreich abgeschlossene Überweisung kann dein Wallet-Anbieter nicht rückgängig machen.
Offizieller Support
Zum Empfangen darf das Gerät ausgeschaltet sein
Eine bereits geprüfte Adresse kann gewöhnliche Blockchain-Überweisungen empfangen, auch wenn die Hardware-Wallet nicht angeschlossen ist. Das Netzwerk zeichnet die Zahlung auf. Du musst das Gerät nicht eingeschaltet lassen, bis das Geld ankommt.
Wenn du eine neue Empfangsadresse prüfst, halte dich an die Anleitung für dein Modell. Dafür kann die Hardware-Wallet nötig sein. Zum Senden verwendest du das Gerät, wenn die gewählte Methode es erfordert. Manche Apps zeigen den Kontostand auch ohne Gerät. Für den Empfang einer normalen Überweisung musst du keine Transaktion signieren.
Du musst niemandem deine Wiederherstellungswörter oder deinen privaten Schlüssel geben, um Geld zu empfangen oder eine ausstehende Zahlung „freizugeben“. Fragt eine Website oder Supportnachricht danach, brich ab.
